WT MMAconcept

Was ist WingTsun (WT) ?

WingTsun (WT) ist der europäische Name für den chinesischen Kampfstil WingChun. Um die Entstehung dieses Stils ranken sich einige Mythen und Erzählungen, wobei offenkundig der Bezug zum thailändischen Muai Thai besteht, einer Kriegskunst, deren Ursprünge rund 1000 Jahre zurück reichen. Vor etwa 3 Jahrhunderten soll eine chinesische Nonne des Shaolin-Klosters den Vorläufer des heutigen WT an eine junge Frau namens WingChun weiter gegeben haben. In den darauf folgenden Generationen entwickelte sich ihr Stil zu einer strategischen, die Kraft des Gegners ausnutzenden Kampfkunst, die nur einem sehr begrenzten Personenkreis zugänglich wurde.

Was macht WT zu einer Besonderheit des Kampfsports ?

WT ist einer der wenigen Stile, die auf einer logischen, taktilen Systematik aufgebaut sind.

Bei der Betrachtung anderer Kampfstile fällt auf, dass es oftmals keine Abstimmung der verwendeten Techniken gibt. Viele Stile kombinieren Techniken, die die Begründer mal als effektiv und funktionell angesehen haben in einer frei interpretierbaren Art. Das heißt, dass Technikmuster eingeübt werden für die es aber keine optimale Anwendung in der Realität gibt. Diese Techniken werden dann an den Schüler weitergegeben ohne abzuwägen, ob denn diese Art von Technik überhaupt zu seiner körperlichen Konstitution paßt. Das wird insbesondere deutlich, wenn Angriffe geblockt werden müssen, um anschließend erfolgreich zu kontern. Was, wenn diese Technikmuster versagen - sind die Techniken überhaupt anwendbar - und wenn nach welcher Zeit ?!

Die WT-Idee beruht nicht auf der Kombination von erfolgversprechenden Techniken, sondern auf einer strategischen Philosophie !

WT - Vorteile

  • WT funktioniert über das Keilprinzip
  • WT ist optimiert für den Nahkampf
  • WT benutzt den gegnerischen Widerstand


In der Anwendung sucht der WT`ler den Kontakt zum Gegner um unmittelbar in die Nahdistanz zu kommen. Diese gewährleistet die Chance auf sofortige Reaktion auf den Angriff. Falls der Gegner dies abzuwehren versucht, muß er die Arme des WT-Anwenders beiseite schieben, wodurch er allerdings einen spürbaren Druck auf die Arme ausübt, der zu einem reflexartigen Ausnutzen seiner Bewegung führt, ihn umleitet und den Weg für potentielle Treffer öffnet.

Somit beruht WT nicht auf der Notwendigkeit im Nahkampf jede Aktion des Gegners sehen zu müssen. Das schafft Vorteile - insbesondere in der Geschwindigkeit der Gegenwehr. Damit kombiniert sorgen systematische Bewegungsmuster für eine extrem hohe Trefferdichte, so dass ein Angriff sehr effizient gekontert werden kann. Wohlgemerkt: WT dient der Selbstverteidigung und nicht dem Angriff.

Grundsätzlich ist diese auf Druckausnutzung basierende Systematik noch keine Garantie für den Sieg. Aber im Gegensatz zu den meisten anderen Kampfstilen gibt es eine funktionelle Strategie, die nicht auf Kraft oder Aggression beruhen muß. Im Nahkampf besticht WT durch seine kompromißlose Logik in der Ausnutzung jeden Fehldruckes seitens des Angreifers.